Jerry Reed mit 71 Jahren verstorben

Jerry Reed hat Country Musik einer breiteren Zuhörerschaft nahe gebracht. Sein Tod im Alter von 71 Jahre bedeutet erneut ein schwerer Verlust für die Country Musik.

Jerry Reed

Jerry Reed ist bei uns bekannt durch die Zusammenarbeit mit Burt Reynolds in diversen Trucker-Filmen (‘Bandit’).
Er hat zudem 3 Nr. 1 Country Singles aufgenommen, schrieb ein paar von Elvis Presley’s grössten Hits und entwickelte eine Fingergitarren-Technik, die andere Musiker bis zum heutigen Tag bewundern.
Als er am Sonntag, 31. August 2008 im Alter von 71 Jahren verstarb, verlor die Welt ein Original, die Country Musik und den damit verbundenen Lebensstil ständig propagierte.

Jerry Reed erblickte als Reed Hubbard am 20. März 1937 in Altanta, Georgia, das Licht der Welt. Mit 9 Jahren begann er, Gitarre zu spielen. Als Teenager trat er bereits mit Stars wie Ernest Tubb, Faron Young u.v.m. in Erscheinung. Im Alter von 17 Jahren sah ihn Capitol Records Produzent Ken Nelson bei einem Auftritt und liess ihn unverzüglich für die Firma unterschreiben. Obschon Jerry’s ersten Aufzeichnungen nicht mit Erfolg gekrönt waren, wurde er zum Staff Writer für den Atlanta Musik-Verleger Bill Lowery. Reed's "Crazy Legs" wurde vom Rockabilly-Pionier Gene Vincent 1958 aufgenommen. Brenda Lee kam zu einem Pop Hit (auf Platz 10) dank Reed's "That's All You Gotta Do."

Nach einem 2-jährigen Militärdienst zog Reed 1962 nach Nashville.
Hier arbeitete er als Sessionmusiker, während er Songs wie Porter Wagoner's "Misery Loves Company," eine Nr. 1 Single im Jahr 1962, schrieb. 1964 gesellte sich Jerry zu RCA Nashville's Künstlerequipe. Dies dank Zureden des Label-Exekutiven Chet Atkins. Chet war übrigens einer der grössten Bewunderer von Reed.

1967 landete Reed seine erste Single in Billboard's Country Chart. Auch wenn sich "Guitar Man," auf dem unfreundlichen 53. Platz platzierte, so erregte das Stück doch die Aufmerksamkeit Elvis Presley’s. Dieser zeichnete den Song auf, verlangte aber von Jerry, dass er die funkigen Gitarrenriffs genauso brachte, wie in seiner Original-Version.

2005 gab Jerry in einem Interview für CMT zu, sehr nervös gewesen zu sein, als er bei Presley die Guitar-Man Session in Nashville bestritt.
"Ich war nervös und wusste nicht, wie ich die Angelegenheit meistern sollte", erzählte Reed. „Elvis hat mein Album gehört und er wollte, dass sein Stück wie meines klang.
Seinen Produzenten, Felton Jarvis, kannte ich aus Atlanta. Mein alter Freund meinte: ‚Well – Du brauchst schon Reed, wenn Du’s genau so haben willst’.
‚Er ist ein ausgezeichneter Fingerpicker und diese Jungs, die Du zur Hand hast, haben keine Ahnung, wie sie mit diesem komischen Stoff umgehen sollen. Er stimmt die Saiten auf komische Art und Weise.’ Und das stimmte. Ich stimmte die E-Saite tiefer, die B-Saite höher. So begann ich. Und machte mir keine Sorgen drum.’

Bei derselben Session überzeugte der Steel Gitarrist Pete Drake Jerry davon, einen weiteren Song Presley vorzustellen.
‚Pete und ich kannten uns aus Atlanta. Er arbeitete dort in einer Mühle, ich fuhr einen Merita Truck.
Er meinte: ‚Hast Du nicht noch mehr’? Und ich verneinte. Doch Elvis fiel in den Refrain ein und bat ebenfalls um einen weiteren Song. Da sagte ich zu.’
Als Jerry den Song ‚U.S. Male’ erwähnte, wollte ihn Presley hören.

"Also machte ich ‘U.S. Male’. Und Elvis wollte ihn aufnehmen.

Reed's Aufnahmekarriere begann 1967 und 1968 mit den Singles: "Tupelo Mississippi Flash" (inspired durch Presley) und "Remembering.".
1970 nahm seine Popularität dank "Amos Moses," einem Crossover Hit, der Platz 8 der Billboard's Pop Singles Chart erreichte, zu. Im selben Jahr trat Jerry beim Fernsehen auf. Regelmässig war er in Glen Campbell’s Goodtime Hour zu bewundern. Schliesslich brachte er 3 Nr. 1 Singles in die Hitparade "When You're Hot, You're Hot" (1971), "Lord, Mr. Ford" (1973) und "She Got the Goldmine (I Got the Shaft)" (1982).

Im gleichen Jahrzehnt sah man Jerry neben Reynolds in-- WW and the Dixie Dancekings (1975), Gator (1976) und Smokey and the Bandit (1977).
Später produzierte er eine Nr. 2 Single mit der Erkennungsmelodie "East Bound and Down." Erneut nahm er seine Rolle als Cledus "Snowman" Snow an, um neben Reynolds in Smokey and the Bandit Filmen 1980 und 1983 aufzutreten. Daneben sah man ihn in Streifen wie High Ballin' (mit Peter Fonda) und Hot Stuff (mit Dom DeLuise). Vor Kurzem spielte er Red Beaulieu, einen sadistischen College Football Coach im Adam Sandler Hit,, The Waterboy.

Reed's Erfolg als Aufnahme- und Filmkünstler stellten seine Beiträge als Songwriter und Musiker in den Schatten. Jerry hat über 300 Songs komponiert, darunter "A Thing Called Love," ein Nr. 2 Hit für Johnny Cash. Als Session Gitarrist arbeitete er für Waylon Jennings, Bobby Bare, Ian & Sylvia, Joan Baez und Ringo Starr, u.s.w. 2 Alben mit Chet Atkins offerierten Gitarrenduette. Das Erste, Me and Jerry, brachte den beiden 1970 einen Grammy für den besten instrumentalen Countrybeitrag ein. Chet und Jerry gewannen 1992 noch einmal einen Grammy zusammen und zwar in derselben Kategorie mit "Sneakin' Around."
1971 gewann Reed einen Grammy als bester männlicher Country Künstler für "When You're Hot, You're Hot".

Während seines Interviews erklärte Jerry die Entwicklung seiner Gitarrenpicking-Technik, die am besten mit dem Instrumental "The Claw" zu erklären ist. Die Technik begann sich zu entwickeln, während er noch an Tanzfesten in Altanta auftrat.

Bei jeder Show brachte Ray Ray Charles' 'Hallelujah, I Love Her So,'" . Ich mochte das Piano. Die Basslinie ging aufwärts, die Melodie befand sich oben. Ich dachte: ‘Mann, genau das möchte ich bringen.’

Reed’s letztes grosses Labelprojekt war Old Dogs, eine Sammlung Shel Silverstein Songs. Er brachte diese mit Jennings, Bare und Mel Tillis. Bei Atlantic Records kam das Album 1998 auf den Markt. Zur Zeit der Veröffentlichung seines Konzertalbums (2005), meinte er, er habe ein paar Instrumental komponiert, die hoffentlich ein paar Gitarristen aufnehmen würden. .

Bezüglich seiner Beiträge für Film und Musik meinte Reed, sein Job sei mit einem Wort zu beschreiben: „Entertainer", meinte er, „dieses Wort beschreibt mich ziemlich genau."

 
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