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 Curtis Potter
Down In Texas Today

Erhältlich bei: www.cdbaby.com

 

Western Swing aus Texas von einem Mann, der diesen in unsere Zeit hinüber rettete. Mit zweifacher Fiddle, viel Steel-Gitarre und spärlichen, aber netten Harmonie-Einlagen. Curtis hat sich dem Songwriter Hank Cochran etwas angenommen, denn 2 Stücke auf der neuesten CD stammen von dessen Feder. Leona Williams indes brilliert mitHarmonie-Gesang bei Hank's "I Wish It Was That Easy Going Home." Curtis musste sich anfangs Jahr von einer Herz-Bypass-Operation erholen und tritt seitdem wieder erfolgreich im Südwesten der USA auf. Curtis' Musik eignet sich ausgezeichnet zum Tanzen.


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Chance McKinney
Hittin' the Road

Erhältlich bei: www.cdbaby.com, Web-Site: www.chancemckinney.com

 

Chance McKinney gehört für mich in die Sparte "gefährlicher Cowboy" (aber nur, bis ich seine Web-Site aufgerufen habe). Doch ihn damit abzuhacken, wäre unfair. Also konzentrieren wir uns auf seine Musik, nicht wahr? Seine Stimme ist echt gut, überraschend tief. Ein paar Mal hatte er dieses verhasste "Croonen" drauf, d.h. ein paar mal lässt er die Stimme fallen, wie's halt viele Real Country Künstler tun, aber trotzdem ist sein Gesang ausserordentlich stark.

 

Die Begleitmusik setzt sich aus typischer Real-Country Sektion zusammen: Ein String-Orchester, Gitarre, ein Chor machen den Background.

Für Real Country Fans sicherlich ein Leckerbissen (z.B. "Yesterday", der auf Chance' Web-Site mit 'Quintessenz' umschrieben wird). Ich warte mal ab und hoffe auf bessere Zeiten.


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Mike Clifford Band
The Heartbreak Grill And Bar

Erhältlich bei: www.cdbaby.com

 

Die Mike Clifford Band legt hiermit ihre dritte CD vor. Mike selber kommt ursprünglich aus den Appalachen West Virginias, hat aber auch in Baltimore MD, L.A. CA. und Dallas gelebt.

 

Für Dale Watson Fans. Allerdings ist Mike's Stimme nicht so gut. Angenehm, aber mehr nicht. Die Musik ist im typischen Texas Honky-Tonk gehalten. Sie verspricht denn auch Spass, Trost für gebrochene Herzen und widerspiegelt die Texanische Musik-Szene. Mike klingt für mich etwas zu jung, etwas zu sehr nach "fun".... aber für alle, die das suchen und brauchen ist er sicher "the real deal".


 album cover

 

The True Brothers
Wanted: The True Brothers - Country Outlaw Tribute

Erhältlich bei: www.cdbaby.com

 

Seit Waylon von uns gegangen ist, gibt es viele Nachahmer. Aber auch viele, die eine Hommage an den Outlaw veröffentlichen – etwa die True Brothers.

Klar, Waylon's Stimme war einmalig – das wird hier auch bei jedem Stück offensichtlich, denn der "Kick" fehlt, die Faszination. Dessenungeachtet sympathische Musik. Jede Note ist Waylon gewidmet und das spürt man, auch wenn die wahren Idole der Musiker die Wilburn Brothers sind.

Die perfekte Scheibe zum Autofahren.


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Catfish Keith
Twist It, Babe!

Erhältlich bei: www.cdbaby.com

 

Irgendwo zu Hause liegt noch ein Autogramm von Catfish Keith.

 

Inzwischen hat sich der Blues-Sänger, Songwriter und Bottleneck Slide Gitarrist aus Iowa zu einem der aussergewöhnlichsten Slide Gitarristen der Welt gemausert. Seine Wurzeln gründen tief im Delta Blues und der amerikanischen Roots-Music Tradition. Damit kann er, wo immer er in Erscheinung tritt, das Publikum sofort für sich gewinnen.

2 mal wurde Catfish inzwischen für einen W.C. Handy Award nomiert (für das beste akustische Blues Album). Der 25-jährige Veterane ist auch schon durch England und Europe getourt und machte die Eröffnungsnummer für Leute wie John Lee Hooker, Ray Charles, Robert Cray, Koko Taylor, Taj Mahal , Leo Kottke, Jessie Mae Hemphill, Johnny Shines u.v.m.

 

Ein akustisches Gitarren-Album, das jeden Gitarristen begeistern wird und einem Sänger klar macht, dass man auch mit einer Stimme "spielen" kann. Und wie wenig es dazu braucht. Grossartig.


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Cedric Watson and Corey Ledet
Goin' Down to Louisiana

Erhältlich bei: www.cdbaby.com

 

Es ist noch nicht lang eher, da sah es für die Creolen Musik ziemlich schlecht aus. Calvin Carriere, der die La-La Musik aufnahm, die zuvor sein Vater und Onkel machten, verstarb.  Danny Poullard ebenfalls. Die Afro/Amerikanische/Französische Musik-Traditionen aus Südwest-Louisana, die für das, was wir heute “Cajun” und “Zydeco” Musik nennen, verantwortlich waren, schienen rapide zu schwinden.  Selbst in den Tanzhallen macht man inzwischen von Elektronischem Bass Gebrauch. Aber manchmal geht die Rettung seltsame Wege. In diesem Falle kommt sie daher, wo wir sie am wenigsten vermutet hätten: Aus Texas.  
Corey “Lil Pop” Ledet, ursprünglich in Houston ansässig und nun in Parks zu Hause, kennt diese Musik dank seiner Familie. Jene wohnte einst im ländlichen Louisiana. Cedric Watson, der gegenwärtig Lafayette sein zu Hause nennt, wuchs ebenfalls im ländlichen Sealy, Texas, auf.

Das plötzliche Erscheinen dieser 2 dynamischen Musiker ist für Liebhaber der Cajun, Creole und Zydeco Musik beinahe ein religiöses Ereignis.  In Lil Pop’s virtuosem Piano-Akkordeon Spiel ist das Echo des Genies Clifton Chenier’s deutlich hörbar.

Wann immer Cedric Watson in breites Grinsen verfällt und dabei auf alte Lieder hinweist, geht es um Canray Fontenot.       

 

Aber bei der Musik von Cedric und Corey handelt es sich um weit mehr als nur um diejenige zweier Individuums. Cedric und Corey sind nicht die Geister einer toten Kultur. Sie halten zwar nach der Vergangenheit Ausschau, aber sie tun dies, indem sie eine bedeutende musikalische Präsenz schaffen. Hört man ihren Liedern zu, wird es einfach, die Helden der Vergangenheit Revue passieren zu lassen. Doch darüberhinaus sollten diese 2 jungen Männer nicht vergessen werden, die zum ersten Mal ihre Talente vereinen und die Musik erneuern, wann immer sie aufspielen. Kaum vorzustellen, was da noch folgen wird.

 

Ich glaube mich zu erinnern, dass ich schon einmal schrieb, mit Cajun sei das so eine Sache. Auch mit Zydeco, by the way. Viele CD's offieren 2, 3 echt starke Stücke, der Rest ist...'so-so-la-la'.

 

Hier ist alles anders. Wirklich. "Colinda", eines meiner Lieblings-Stücke, wird angeboten, als lebten diese 2 Jungs tatsächlich in der Vergangenheit. Und mir wird wieder klar, weshalb ich Fiddle so liebe. Vor allem die aus Louisiana.

Es tut gut zu wissen, dass Cajun und Zydeco nicht dem Untergang geweiht sind. Die Stilrichtungen können dank 2 so ausgezeichneten Musikern wie Cedric und Corey überleben. Merci beaucoup.


 album cover

 

The Doug and Jess Band
Slave To This World

Erhältlich bei: www.cdbaby.com, Web-Site: www.dougandjess.com

 

Die Doug and Jesse Band stammt aus Winnipeg. Doug und Jess Reimer sind Vater und Tochter in Front einer insgesamt 4-köpfigen Band. Jeremy Hamm an der Mandoline, Fiddle und Harmonie-Gesang sowie der Five-String Banjo-Spieler Tim Osmond machen die restlichen soliden Mitglieder der Gruppe. Mögt Ihr Euch an die Carter Family erinnern? An Alice Gerrard und Hazel Dickens? Ja? Wenn die Euch beeindruckt haben – diese 2 hier sicherlich nicht minder.

Wunderschöne, traditionelle Bluegrass- bzw. Old-Time Musik mit perfekten Harmonien. Ein äusserst starkes Debüt-Album. DIE Band muss live ein Genuss sein.....


album cover

 

Calvin Gilmore
Better Late

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Ja, ja. Hab's kapiert. Nicht alles, was aus Nashville kommt, ist schlecht. Diese CD keinesfalls. Die besten Session-Musiker der Stadt haben sich daran beteiligt. Und Calvin hat auch einiges dazu beigetragen. Seine tolle Stimme, z.B. Doch Calvin besitzt auch ein 2'200 Sitzplätze fassendes Theater in Myrtle Beach, SC.

Die vorliegende CD offeriert die übliche Begleitmusik Nashville's: Eine starke Fiddle, Schlagzeug, Gitarren. Der Sound klingt sicherlich nicht mehr wie in den 50er, 60er Jahren – dennoch unterscheidet er sich wesentlich von demjenigen, der sonst aus Music City USA kommt.

Auch hier gilt wieder: Schön, dass es solche Musik noch gibt.


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Abbie Gardner
Honey On My Grave

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Dieses Mädchen wird noch zu Reden geben. Eine starke Stimme, ein starkes Dobro. Mal Blues, mal Jazz, mal ein wenig Bluegrass....aber immer traditionell.

Abbie gehört normalerweise zur Band Red Molly aus NYC. Das Mädel ist nicht nur sympathisch, sie ist auch mit viel Talent ausgestattet. Ein gelungenes Album, das auf ihre erste EP folgt. 2004 veröffentlichte das Mädchen nämlich "My Craziest Dream", eine Sammlung mit Jazz-Standards. Dabei wurde sie von ihrem Vater, dem Pianisten Herb Gardner, begleitet.

 

Ein Kritiker meinte: "Sie besitzt eine wunderschöne Stimme. Sie hält eine Note und diese ändert ihre Farbe, etwa von Blau zu Orange und umgekehrt. Ein wenig Janis, ein wenig Alanis. Eine Seele, die zu empfindlich ist, die man aber gar nicht anders haben möchte."


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Whit Hill and the Postcards
Farsighted

Erhältlich bei: www.cdbaby.com

 

Im Herbst 2003 kam die Debüt CD von Whit Hill & The Postcards aus Detroit auf den Markt. Seither ist die Band viel bechäftigt. Whit selber durfte z.B. 2 Awards der Michigan Songwriters Competition fassen. Während ihr Ehemann, der Blueser Al Hill mit der Soullegende Bettye Lavette die Welt bereiste.

Whit wuchs in NYC auf. Sie war das einzige Kind zweier Schauspieler. Ihre Eltern stammen aus den Baumwollfeldern des Mississippi und aus den Appalachen. Whit kriegte bereits als Kind ebenfalls Rollen und trat schliesslich von der High School for The Performing Arts ab. In Ann Arbor studierte sie an der Universität von Michigan Tanz und war dort 14 Jahre lang Künstlerische Direktorin von People Dancing, einer Tanzfirma. 5 Jahre lang tourte Whit anschliessend durch Nordamerika als Backup Sängerin für Dick Siegel und die Na Nas. 2001 gründete sie die Postcards.

 

Die Gruppe weiss um Polka, hat deshalb bei mir also schon einen Stein im Brett. Allerdings wäre das gar nicht nötig gewesen, denn so spielfreudig wie sie sind, hätten sie "das Rennen" um meine Gunst ohnehin gemacht. Die Songs bestehen aus Tanznummern, aber auch aus Balladen. Whit's Stimme bedarf etwas Gewöhnung. Durch die verminderten Akkorde wirken manche Songs düster, aber auch zerbrechlich. Ein packendes Werk.


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Johnny Rebel
It's The Attitude, Stupid!

Erhältlich bei: www.cdbaby.com

 

Ehrlich, ich finde es schlimm, wenn einer mit rassistischen Songs Geld macht. Zumal Johnny Reb anfänglich typische Afro-Amerikanische Swamp-Klassiker aufnahm und gleichzeitig rassistische Nummern für Rebel Records machte.

 

Trotzdem geht es hier um traditionelle Country Musik. Johnny Rebel hat u.a. für den berühmten J.D. Miller Aufzeichnungen (und Songs) gemacht, als 20-jähriger auch unter dem Pseudonym Jericho Jones.

 

Hier eingeschlossen sind aktuelle Nummern ("Fuck You, Osama Bin Laden") inkl. ein Interview mit Bobby Kennedy.

 

Sieht man vom Text ab, ist die CD immer noch Mittelmass.

Das liegt aber an der miesen Produktion. Die Johnny Reb Singles auf dem Schwarzmarkt (denn dort und nur dort werden diese gehandelt) sind besser. Mir wurde zugetragen, auch David Allan Coe's anfänglichen rassistischen Werke sollen besser sein (aber diese sind auf dem Schwarzmarkt nur zu enormen Preisen erhältlich).


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Don Scribner
I Know The Devil

Erhältlich bei: www.cdbaby.com, Web-Site: www.donscribner.com

 

Don's CD unterscheidet sich so wesentlich von vorstehender, dass sie nicht übergangen werden darf. Don Scribner macht klar, dass keine rassistischen Songs nötig sind, um aufzufallen. Dieser Künstler trägt sein Herz auf der Zunge...und in der Stimme. Die Gitarre ist witzig, die Mundharmonika gut.... die Nummern erzählen vom Alltag, von Problemen, die uns alle einmal quälen ("Life Past Forty" oder "Old Love"). 12 Titel bietet das Werk insgesamt. Don's neuester Film heisst übrigens "The Cooler". Darin ist er der Hauptdarsteller.

 

Der Mann aus Kalifornien weiss, worum's im Leben geht.


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Matt Poss
Matt Poss & The Wild Bunch

Erhältlich bei: www.cdbaby.com

 

Laute Gitarren, ein lautes Schlagzeug, eine glatte Produktion. Matt klingt wie viele Leute aus Nashville. Das Temperament fehlt meins Erachtens ganz. (Lieber Matt: Psychobilly haste anscheinend noch nie gehört, also lass solche Lyriken wie bei der ersten Nummer künftig besser weg).

 

Für Real Country-Fans, die's gerne ein wenig rockig mögen.


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The New Mexican Revolution
Theories of Sun and Rain

Erhältlich bei: www.cdbaby.com, Web-Site: www.donscribner.com

 

Die mexikanische Revolution. Hmm. Dazu fällt mir nur das Alamo ein. Oder: "Viva, Zapata".

 

Mexikaner haben auch unbedingt etwas sentimentales, aber auch etwas verschlagenes an sich. Oder ist das nur ein Vorurteil? Kann sein.

 

The New Mexican Revolution besteht aus:

Wes Shirley – Gitarre, Banjo, Mandoline, Akkordeon, Gesang

Aaron MacDonald – Gitarre, Banjo, Mandoline, Percussion und Gesang
Geof GarnerPercussion
G. Tony Jacobs – Elektr. Bass und Gesang
Jana Thomas – Klarinette, Percussion, Akkordeon

Emily Cosgrove – Piano, Violine, Akkordeon, Percussion, Gesang

 

The New Mexican Revolution wurde anfangs 2004 neu formiert. Daraus entstand im Som-mer 2004 das Album The Promise of Mutiny. Die Band spielt Country, Jazz, Klezmer und Gypsy Musik. Manchmal klingen sie wie die Gourds, manchmal wie Tom Waits und Nick Cave. Also immer sehr, sehr düster. Dies dank verminderter Akkorde und der Wahl der Instrumente, aber auch durch den Gesang. Ungewöhnlich wirkt die Band vor allem durch die Klarinette. Woody Allan wär' begeistert.


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The Bristol Brothers
Cornbread Willie

Erhältlich bei: www.cdbaby.com, Web-Site: www.donscribner.com

 

Diese Old-Time Melodien werden auf 6 verschiedenen Banjo-Arten, in unterschiedlichen Two-Finger-Stilen, offeriert. Verstärkt werden sie durch 3 Gitarren, die ebenfalls in 3 verschiedenen Stilen gepickt werden. 15 bekannte Songs wie "Flower In The Wildwood" oder "Wreck Of The Number Nine".

 

Traditioneller kann's nicht werden – weder gesangs-, noch musikmässig. Unglaublich gut.


 album cover

 

Dixie Highway
Dear Ole Dixie

Erhältlich bei: www.cdbaby.com, Web-Site: www.dxhwy.com

 

Bluegrass Musik im Honky Tonk Stil. Diese Musiker haben sich seit Jahren innerhalb der Musikszene bewegt. Es sind dies: Farmer Frank (Gitarre), Ralph Eddington (Dobro), Jay Jannuzzi (Bass) und Linda King (Mandoline). Entweder sorgen die Musiker dafür, dass man zu heulen beginnt, oder dass man mit dem Füssen den Takt schlägt. Der Gesang kommt von Herzen und die Musik passt sich mit grossern Intensität an. Dear Ole Dixie ist die erste offizielle Veröffentlichung von Dixie Highway und so authentisch, wie Traditional Mountain Music nur sein kann.

 

Gäb's hienieden nur eine Art von Musik, ich würde mir diese hier wünschen.  Gut, dass CD Baby nur 2 Sampler anbietet – mehr wären für meine Tränendrüsen unzumutbar gewesen. Hört Euch bloss die Stimme dieses Mädchens an – zu schön, um wahr zu sein.


 

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FRANKIE MILLER

The Family Man

Erhältlich bei: www.cdbaby.com

 

15 Jahre ist es her, seit Frankie Miller sein letztes Projekt veröffentlicht hat. Jetzt liegt endlich wieder eine Arbeit des Texas Hall of Famer's vor. In den 50er/60er Jahren nahm Miller für verschiedene Label, darunter Gilt Edge, Starday und Columbia, auf. Produzent seiner neuen Arbeit ist Justin Trevino.

Die Songs bestehen einerseits aus Frankie's eigenen Klassikern ("Family Man", "Too Hot To Handle", "Two Lips Away" und "Blackland Farmer", aber auch aus Tom T.Hall's "Old Side of Town", Hillman Halll's "Don't You Dare Tel Ruby Where I'm At" oder das in den 50ern zwar von Frankie gechriebene, aber auf Webb Pierce zugeschnittene "If You Were Me". Selbst Jimmy Martin's "Keep On The Sunnyside"-Stück wurde miteingeschlossen – es macht den krönenden Abschluss...im Duett mit Justin Trevino. Ein traditionelles, gutes Album mit eben solcher Instrumentation (Fiddle, sanftes Schlagzeug, Gitarre, Steel-Guitar).


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THE ENGLISH BROTHERS

How The West Was Sung

Erhältlich bei: www.cdbaby.com, Web-Site: www.theenglishbrothers.com

 

Die English Brothers? Das sind die Brüder Greg, Ray und Gerald English, alle in Texas geboren und dort aufgewachsen. Die Brüder haben seit den 70er Jahren in verschiedenen Kombination miteinander musiziert. Ihre Stärke waren stets die Harmonien. Wes hat seit 22 Jahren bei den Flying W Wranglers in Colorado Springs, Colorado, gesungen, gejodelt, die Gitarre und den Bass gezupft. Jene Band trat sogar in der Carnegie Hall, dem Kennedy Center, bei Nashville Now, bei Messen, etc. auf. Über 18 Alben hat Wes mit den Wranglers zusammen gemacht.

Greg ist der Picker der Gruppe, der Banjo-Spieler.  Ray's Gesang besteht aus dem Lead, aus Tenor, um genau zu sein. Gerald, der Jüngste, besitzt eine wunderschöne Solo- bzw. Harmonie-Stimme. Ihre Aufgabe sehen die Brüder darin, die grossartigen amerikanischen Cowboy Songs zu bewahren.     

 

Die Geschwister klingen denn auch wie eine moderne Version der Sons of Pionieers. Eine willkommene Abwechslung, oder?


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BOBBY OSBORNE & THE ROCKY TOP X-PRESS

Try A Little Kindness

Erhältlich bei: www.rounder.com

 

Beim Hören des ersten Stückes fiel mir einmal mehr auf, wie eigenständig – und wie leicht erkennbar -  Bobby Osborne's Sound ist. Mir wurde gesagt, seine neue Gruppe sei zwar gut– aber nicht so gut wie einst die Osborne Brothers. Nun, real gesehen, liegt das wohl alleine schon daran, dass Rocky Top X-Press eine ziemlich grosse Band ist. Mitglieder sind:  Daryl Mosley (Upright Bass & Vocals), Dana Cupp (Banjo & Gesang), Bobby Osborne, jr. (Gitarre), Matt DeSpain (Dobro) und David Crow (Fiddle). Trotzdem bin ich der Ansicht, dass Bobby das Beste aus Sonny's Pensionierung macht: Er geht den eingeschlagenen Weg unbeirrt weiter und bringt den Stil, den er seit Jahren verkörpert und liebt. Und dafür mögen wir, die Fans, unseren Bobby nur NOCH mehr.


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HONKY TONK TRAIN

Erhältlich bei (per E-Mail): www.honkytonktrain.com) Samplers abrufbar

 

Honky Tonk Train spielt eine Art von Musik, die sich zwischen Country & Western, Rockabilly und grossartigen Original-Stücken bewegt. Zur Band gehört Bill Marsh (Gesang, Pedal Steel & Elektr. Gitarre) und Jane Allingham (Gesang und Rhythmus Gitarre). Bill hat bereits sein Talent dem Sun Studio-Künstler Jack Clement bei Sessions zur Verfügung gestellt. Er hat durch Harmonie-Gesang das "Mystery Of Live" (Johnny Cash)-Album verstärkt. Doch auch bei Dwight Yoakam's neuer CD "Blame The Vain" (genaugenommen beim Song "I'll Pretend") ist es Bill's Pedal Steel Guitarre, die erklingt. Produziert hat das Album von Honky Tonk Train denn auch kein geringerer als Dwight's Schlagzeuger Mitch Marine. Die Gitarrenriffs steuerte Keith Gattis, die Upright Bass-Einlagen Dave Roe (ehemaliger J. Cash Bassist) bei.

 

Bei dieser CD blieb mir im sprichwörtlichen Sinne die Spuke weg. Unglaublich, sowas!!! Und diese Band vertreibt die CD nur auf der Web-Site oder verkauft ihr Werk an Shows? Ihr könnt nur in 3 Sampler 'reinhören, aber "All Over Again" von Johnny Cash dürfte reichen, um Euch zu überzeugen. Sowas, echt!!! Die Gitarre ist Spitze, die Lady besitzt eine starke Stimme, bei den Harmonien sitzt jeder Ton...Himmlisch!


 

 

THE WILDERS

Throw Down 2005 RGCD-030

Erhältlich bei: www.wilderscountry.com (Sampler)

 

Auch die Wilders hab' ich per Zufall entdeckt. Und wiederum handelt es sich hier um eine ausgezeichnete, traditionelle Bluegrass-/Old-Time Band. Die CD bietet 14 Songs zur Auswahl – mit Ausnahme von "Drivin' Nails in My Coffin" ist mir keiner bekannt. Sicherlich handelt es sich um einige Traditionals wie auch Eigenkompositionen. Die Band besteht aus 4 Mitgliedern, 3 sind männlich, 1 weiblich. Auffallend die ausgezeichnete Stimme des Lead-sängers, die vor allem bei getragenen Liedern zum Zuge kommt. (Etwa bei der Eigenkom-position "When I Get To Heaven"). Das Repertoire der Wilders besteht ansonsten aus Songs von Johnny Horton, Hank Williams sen. und ein paar Bluegrass-Standards (etwa "Angel Band"). Betse, Ike, Phil & Nate kommen aus Kansas City und bezeichnet sich als Hillbilly Stringband.


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PERRY JORDAN

Geogia Flyer

Erhältlich bei: www.heartsfield.com

 

Das neue Album von Perry Jordan Perry Cordell the German/Hillbilly/Pajamin' Boy besteht aus Fiddle, Mandoline, Dobro, Piano, Waschbrett, jüdischer Mundharmonika, akust. Gitarre, Slide Gitarren. Kurz: Es ist LAUT. Südstaaten-Rock der Superlative.


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AUDREY AULD MEZERA / NINA GERBER

In The House

Erhältlich bei: www.audreyauld.com

 

Eine Doppel-CD. CD 1 besteht aus 24 Songs, CD 2 aus 20 Liedern. Audrey Auld Mezera und Nina Gerber haben anlässlich einer ausverkauften Show im Studio E, Sebastopol, Kalifornien, im Dezember '05 dieses Live-Album aufgezeichnet.  "Die Chemie zwischen den beiden Frauen war elektrisch. Nina brachte verschiedene akustische und elektrische Stile, die Audrey's Songs nur noch unterstrichen." Mit dabei sind ein paar zuvor nicht veröffentlichte Tracks wie auch ein Gast-Auftritt von Nina's Bruder, Scott Gerber.  Audrey Auld, die Lady aus Australien, die sich in Amerika niedergelassen hat, konnte sich inzwischen eine breite Anhängerschaft sichern. Dies ist nicht zuletzt ihrer einmaligen Stimme zu verdanken.


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TOE SUCKING COWGIRLS

Thirteen Trongs

Erhältlich bei: www.toesuckingcowgirls.com

 

Diese CD erschien bereits 2005. Ich bin durch Zufall erst jetzt darauf gestossen. Aber egal. Hauptsache, man findet so etwas noch im Web. Die Toe Sucking Cowgirls machen, wie's der Name schon vermuten lässt, Hillbilly & Western Swing. Die Steel-Gitarre von Ray Cullen und die Mandoline von Lindsay Martin verbessern das Werk der Girls, das aus 13 Titeln besteht. Die Nummern offerieren: Bluegrass, Swing, Polka, Blues, Balladen und rauhe Geschichten über Lust, Likör und das Leben auf der Strasse. Die Mädels arbeiten dabei mit viel Echo. Die eine weibliche Stimme ist zudem ziemlich tief – aber gut. Eine CD, die sich ausgezeichnet im CD-Player beim Autofahren macht. Entspannend, spielfreudig, lässt sie gute Laune aufkommen.


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THE REVENTLOS

Songs of the Golden West

Erhältlich bei: www.reventlos.com (Sampler)

 

Nichts für Fans vom traditionellen, sanften Rockabilly. Diese Jungs rocken, was das Zeug hält. Ein starker Bass, eine Telecaster...dafür ist das Schlagzeug kaum hörbar. Die Reventlos bewegen sich am Abgrund zwischen Rockabilly und Psychobilly. Aber sie haben Spass dabei, das ist ganz offensichtlich.

Instumentaler Sound, Surf, Psycho und Rockabilly. Ein willkommenes Gemisch, oder?


 Lonesome Wins Again - CD Cover¨

 

STACY DEAN CAMPBELL

Lonesome Wins Again

Erhältlich bei: www.shopping.yahoo.com

Format: Audio CD u. Cassette
Label: Sony
Release Date: 07/14/1992
UPC: 074644787221
List Price:
$11.98

Average User Rating: starstarstarstarstar

 

Okay. Diese CD ist "uralt". Aber heute Morgen bin ich aufgewacht und hatte das Gefühl, sie Euch doch noch vorstellen zu müssen. (Damit enden mein esoterischen Anwandlungen auch schon, keine Angst).

 

Stacy Dean Campbell tauchte 1992 mit seinem Erstling in Nashville's Musikszene auf. Im Nachhinein muss ich sagen, dass er damit eine Bewegung ankündigte, die heute Furore macht: Americana oder besser: Den Weg zurück zur Tradition.

Zeichen dafür waren auch Kritiken nicht nur in Nashville's Musikmagazinen, sondern z.B. in unabhängigen Zeitschriften wie No Depression. Alle zeigten sich gleichermassen begeistert.

 

Stacy's Tonträger setzt sich lediglich aus 10 Nummern zusammen, davon ist aber jede einzelne erste Sahne. Eingeführt werdet Ihr in Stacy's Arbeit (Eigenkompositionen) mit "Lonesome Wins Again". Bereits hier ist die Gitarre unbedingt Rockabilly-orientiert. "A Tousand Times" ist sentimental, "Baby Don't You Know" dafür wieder rassig. "Rosalee" eignet sich für die Landstrasse, "Poor Man's Rose" wird durch viel Echo unterstützt und meine Empfehlung, "That Ain't No Mountain" zeigt einen äusserst sensiblen Songwriter. "I Won't" handelt zwar in etwa vom selben Thema (nämlich, dass nicht alle Männer gleich sind), ist aber schon etwas weniger ernsthaft als der Vorgänger und sei's nur tempomässig. "One Little Teardrop" (that's all it takes)...bei dieser Stimme ist heulen kein Problem mehr, ehrlich. "Would You Run" stimmt nachdenklich und lässt Stacy's wunderschöne Stimme, die frei von jedem schnulzigen Gebaren ist, noch lange in den Ohren nachklingen.

 

Leider muss ich sagen, habe ich Stacy Dean Campbell nie live erlebt. Bei meinem ersten (und einzigen) Fan Fair Besuch war er noch nicht "in Mode" und nachher...kamen schon bald seine nachfolgenden CD's raus. "Hurt City" erschien 1995, "Ashes Of Love" 1999.

Ja, Ihr könnt es Euch wohl denken. Beide Tonträger sind enttäuschend.

Aber nach dem Interview, dass der Jüngling damals gab, muss ich wohl oder übel darauf schliessen, dass er den Wechsel von traditioneller zu Real Country Musik bewusst vollzog. Vielleicht ist er deshalb mittlerweile in der Versenkung verschwunden, der arme Kerl. Oder er schreibt neben seinem Bruder (der ihn einst von New Mexico in die Music City lockte) Songs. Wer weiss.

 

Eines ist aber sicher: Eine CD wie die erste, die immer noch zu meinen Lieblings-Tonträgern zählt und auf die ich nie freiwillig verzichten würde, wird Stacy Dean Campbell nie mehr machen.


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JIMMIE LEE
Jersey Outlaw

Erhältlich bei: www.cdbaby.come(Sampler)

 

Jimmie Lee aus Jersey hat sich für seine elfte Arbeit mit dem Grammy-nominierte Produzenten David Ivory zusammen getan. Gemeinsam haben die beiden ein weiteres Country Rock-Album gemacht. Leider nur mit 7 Stücken. Für alle Fans von Südstaaten-Rock dieser Qualität ist das nicht genug an der Zahl. Jimmie Lee ist laut, die Telecaster hält sich nicht zurück, dafür kennt das Schlagzeug seine Grenzen. Glücklicherweise. Aber trotz alledem: Der Junge ist gut.      

 


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Michael Koppy
Red River Redux

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)074

 

Die CD hätte besser "Red River Rednex" geheissen. Denn Michael Koppy scheint ein typischer Südstaatler zu sein. Auf seiner CD offeriert er denn auch "Dixie", "One Great Morning (The South Gonna Rise Again)", "Alabama Jubliee" und Standards wie "You Are My Sunshine". Doch schon Michael's "Dixie" gleicht keiner der von meinem Bruder lange Jahre gesammelten Versionen auch nur annähernd. (Lacht jetzt bloss nicht – es ist nicht sehr witzig, eine Kassette lang dem Dixie – welcher Version auch immer – zuzuhören).

Aber zurück zur CD. Michael's Musik ist nicht nur akustisch (bloss Gitarre im Fingerpicking-Stil, höchstens noch Mundharmonika), sie ist auch sehr eigenständig. Zart, beinahe filigran, aber auch düster und sentimental. Etwas Einzigartiges, das alleine schon dadurch fasziniert. Dazu Michael's ungewöhnlicher Gesang – und das Mysteriöse wird vollständig. Aber auch hier, sehr, sehr gefällig.       


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THE ACKERMANS
As Far As I Can See

Erhältlich bei: www.cdbaby.com, Web-Site: www.theakermans.com

 

Die Ackermans traten schon im Rattlesnake Saloon von München auf, in Nordirland, in Montreux, etc.

 

Nun legen Bob und Sally ihre fünfte CD vor. Bob ist zuständig für das Songwriting, das Gitarrenspiel und den Rhythmus, den er öfters auf Grossmutter's Waschbrett einfliessen lässt. Sally bringt Bass und Harmonika ein, manchmal stampft sie auch mit den Füssen. ,Beide singen, auch in Harmonie. Ihnen eigen ist eine subtile Art von Humor.

Folk-Rock nennt CD Baby ihre Art von Musik. Also ist der "Son Of A Preacher Man" Folk Rock? Denn daran erinnern mich die Ackermans.

 

Und: Dass das klar ist. "Ackermann" ist ein altes Schweizer Geschlecht. Wir Eidgenossen erheben also Anspruch auf die Band. (Sind sie doch etwas, auf das wir endlich wieder 'mal (neben der Schokolade und dem Käse) stolz sein dürfen. Alles klar? Schön.


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RAISING CANE
Ride The Rain

Erhältlich bei: www.cdbaby.com, Web-Site: www.raisingcanebluegrass.com

 

Raising Cane kommen aus New Mexico und machen akustische Bluegrass-Musik der Superklasse. Die Mehrzahl der Songs sind schnell, wohl, um die Güte des Banjospielers, des Gitarristen und des Mandolinen-Spielers klar zu machen. Raffiniert auch "Tango in Durango", das zwar eher progressiven Bluegrass offeriert, aber in Moll (wie Tango ja wohl auch ist) und deshalb etwas – nun - ungewohnt.

Ungewohnt aber sicher nicht für Tango-Liebhaber. Songs wie "Green And Cold" eignen sich für lange Autofahrten. Mir ist die Band etwas ZU progressiv, auch lässt sie Jazz-Elemente einfliessen – aber das will nichts heissen.            


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James Reams, Walter Hensley & The Barons of Bluegrass
Wild Card

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

James Reams (“The Kentucky Songbird”) und Walter Hensley (“The Banjo Baron of Baltimore”) bringen erneut einen Tonträger auf den Markt. Diesmal haben sie sich mit Jon (“Baltimore Jonny”) Glik, Mark Farrell und Carl Hayano (diese 2 Jungs müssen Übernamen kriegen) zusammengeschlossen. Gemeinsam haben die Jungs eine starke Song- und Melodienauswahl anzubieten. Ein paar davon sind Originale, andere wiederum Traditionals. Die CD entstand während eines "wilden" Wochenendes, kamen doch alle Musiker im Studio zusammen, ohne "Pro-Tool" in Sicht.  Also sind sämtliche Ecken und rauhen Töne noch vorhanden.

 

Das erste Album der Band, das 2003 erschien, wurde von der  International Bluegrass Music Association als eines von 7 Werken zum Recorded Event of the Year Award nominiert. Richard D. Smith vom Bluegrass Unlimited schrieb über jenes Album: “Falls jemand vom glatten Stoff die Nase voll hat und sich nach etwas geradem sehnt: Hier gibt es keine falschen Kurven.“ 

Und falls sich jemand nach mutiger Bluegrass Musik  ohne Glamour sehnt: Kann er sich ebenfalls an diese CD halten.

 

Dieser Tonträger ist ein echter Glücksfall. Das Gegenteil der vorgängigen – was die Stilrichtung anbelangt. Die CD klingt nämlich, als wäre sie in den 50er Jahren entstanden. Grossartig und atemberaubend, würde ich sie nennen. Die Stimmen sind gewinnend, eingängig, die Lieder, wenn auch mal rassig, immer noch sympathisch und erst der Harmonie-Gesang; ich merke, ich komme ins Schwärmen. Anspieltipp: "You Don't Tell Me That You Don't Love Me Anymore". Diese Leutchen können mit Recht behaupten, dass sie zu jenen gehören, die dafür sorgen, dass die Jukebox läuft.

Wenn keine CD-Besprechung hierauf mehr folgt, bin ich wohl dahin geschmolzen.....


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DAVE CRIMMEN

The Son Of Sun

Erhältlich bei: www.davecrimmen.com

 

Mal klingt dieser Typ sehr gut (wie bei "My Heart Skips A Beat"), manchmal mag ich ihn nicht ein bisschen (bei "Lookin' Back", "One Time More"). Auf jeden Fall ist Dave nur jenen zu empfehlen, die auf den englischen Rockabilly stehen, den lauten, elektrischen.


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BACK OFF THE HAMMER

Erhältich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Back off the Hammer ist eine Gruppe aus Ilinois. Instrumental gesehen, bewegen sie sich im Bluegrass, gesangsmässig betrachtet, sind ihre Stimmen aber zu wenig gut, um ebenfalls in diese Schublade zu passen. (Heisere, bzw. rauhe Stimmen im Bluegrass sind extrem selten, nicht wahr?). Aber das macht nichts. Back off the Hammer sind erfrischend. Ihr erste Nummer "Johnny Red & His Diesel Church" z.B. beginnt wie ein Gospel-Stück. Dann fallen Fiddle, Banjo,  Gitarre, manchmal Kontrabass ein. Alles sehr spärlich gehalten, verpasst es dem Vortrag die Ecken, die der Americana eigen sind.

Leider haben die Jungs keine Web-Site. Aber sie klingen sehr, sehr jung – ähnlich wie Old Crow Medicine Show.

Das Erstlings-Werk ist kurz geraten, gerade 7 Stücke werden angeboten. Höre ich mir das folkmässige, hübsche "See You Again" oder das tolle, aber wieder ziemlich eckige "Dance With Me" an, muss ich sagen: Schade.

Anspieltipp: Die Abschlussnummer, "Goin' Down This Road, Feelin' Bad." Ein Traum.


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JESS LEE

Born In The North

Erhältlich bei: www.cdbaby.com, Web-Site: www.mightypeacerecords.com

 

Jess Lee war 1980-1985 Leadsänger der Midnite Rodeo Band (RCA). Er ist Kanadier.

Jess Lee hat den Sound der 50er Jahre in die heutige Zeit hineinkatapultiert (s. Song Nr. "She Ain't Gonna To Rock" oder Nr. 4 "Shoo Da Do"). Eine tadellose Stimme, Mundharmonika, Piano, Banjo, Gitarre und Schlagzeug runden den Sound ab. Hört bloss "Love Street". Das Stück lässt Euch nicht mehr los. Beim letzten Stück wird Lee von Hühnern und ein paar Geräuschen, die ich nicht identifizieren kann (Farm-Geräusche) unterstützt.  Manchmal klingt Jess nach Country, dann nach Folk, Rock'n'Roll, Cajun.... welche Stilrichtung er auch immer bevorzugen mag – sie bleibt eine Klasse für sich.


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DI MAGGIO CONNECTION & THE LEGENDARY KID COMBO

Erhältlich bei: www.kidcombo.com (kommt bald auf den Markt)

 

Die Di Maggio Brüder aus Italien haben sich seit Jahren eine feste Fangemeinde in Europa geschaffen. Auch in der Schweiz. Die Legendary Kid Combo hat es ihnen gleich getan und tourte im April dieses Jahres auch durch unser Fondue-Ländle.

 

Wenn ich eine geheime Leidenschaft habe, ist das Polka. Ich bin aber der Ansicht, dass gerade diese Musikrichtung von den heutigen Bands oft vergessen/übergangen wird. Was mir leid tut, denn Polka ist gleichbedeutend mit S-P-A-S-S. Gleicher Meinung sind anscheinend auch die Mitglieder der Kid Combo. So ist denn der einzige Sampler, der betr. obige CD angeboten wird, ein ausgesprochener Polka. "Silver River" steht für Party, für's Vergessen, für Gesellschaft, Abschalten usw. Über den Gesang kann man sich streiten, aber hier geht's ja auch um was ganz, ganz anderes: Die Lust am Leben und die Lust an der Musik. Bleibt nur zu hoffen, dass auch die restlichen Stücke der CD so gelungen sind.


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GREASY BEANS

Busted

Erhältlich bei: www.greasybeans.com

 

Auch diese Band habe ich per Zufall entdeckt. Sie sind nämlich für ein Schweizer-Konzert vorgemerkt. Der Name hat mir gefallen, deshalb guckte ich auf ihrer Web-Site nach. Etwas ungewohnt, ihr Musik-Stil. Mit "Farewell Blues" (auf ihrer ersten CD) hat sich die Band eindeutig nicht übernommen. Der Klassiker liegt dem Banjo-Spieler offenbar.

Die Band offeriert mal Old-Time, mal Bluegrass-Musiker. Auch hier wieder ausgezeichnete Musiker die Spass an der Sache haben. Auffallend sind vor allem der Fiddler und der Banjospieler.

 

Ach ja: Das Konzertdatum:

Die Greasy Beans treten anlässlich des 1. Bluegrass Festivals Basel am Freitag, 2. Juni 2006, in der Halle QuerFeld, Gundelinger Feld, Dornachestr. 19 in Basel, auf. 


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THE HOMETOWN GAMBLERS

ETCD7030

TAKIN’ CARE OF BUSINESS

Erhältlich bei: www.eltororecords.com (oder: www.cdbaby.com)

 

Auch hier wieder eine europäische Band, eine belgische, um genau zu sein. Die Band wurde von den Brüdern Guy und Yves De Caluwé 1998 gegründet. Sie machen Mal Hillbilly, Mal Rockabilly mittels guten Harmonien, einem sympathischen Kontrabass, Mundharmonika, Gitarre und dem passenden Gesang. 

 

Auch die Hometown Gamblers kommen in die Schweiz:

 

- Am Freitag 2. Juni 2006 treten sie im Hotel Bodan in Romanshorn (an der Grenze zu Deutschland) um 21.00 Uhr auf.

 

-  Am 3. Juni 2006 sind sie im Gerlafingerhof (Gerlafingen). Beginn: 20.00 Uhr.

 


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The Pine Box Boys
Arkansas Killing Time

Erhältlich bei: www.cdbaby.com, Web-Site: www.pineboxboys.com

 

 

Wir sterben; die unglückliche Frau aus den amerikanischen Mörder Balladen darf nicht darauf zählen, dass sie wiedergeboren wird.

In einem namenlosen Grab untergebracht, hat ihr Geist seit mehr als 2 Jahrhunderten weitere amerikanische Lieder hervorgebracht. Kein Gesicht, keine Form, nur einsame Namen: Polly, Sally, Maggie, Eleanor.

Eventuell haben die Pine Box Boys gefürchtet, dass ihr Leiden nicht komplett sei. Also haben sie neue Songs über unvergebbare Morde, Schuld und Last geschaffen. Erneut wird die Frau erschossen, erstochen, in Stücke zerschnitten und zu Fall gebracht – durch eine ganze Ansammlung schlechter Männer.           
Im letzten Jahr haben die Pine Box Boys diese Stücke der Zuhörerschaft der Bay Umgebung vorgesungen. Gegründet hat die Band der Arkansas-Exile Lester T. Raww. Die Musik seiner Grupe besteht aus Americana und Bluegrass, oft mit düsternen Klängen, oft ziemlich schnell, aber ernsthaft, vorgetragen.

Im März 2005 erschien Arkansas Killing Time.

             
"Wer immer eine Untat begeht, wird dafür büssen, wer einen Stein rollt, zu dem wird er zurückkehren." -Proverbs 26:27

"Mord ist immer falsch – man soll nichts tun, über das man nach dem Abendessen nicht sprechen darf." -Oscar Wilde  

THE PINE BOX BOYS sind: Lester T. Raww - Gitarre/Gesang; Alex "Possum" Carvidi – Banjo/Gesang; Col. Timothy Leather - Bass; S. "Your Uncle" Dodds - Schlagzeug


 

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JAMES LEVA

Memory Theatre

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler), Web-Site: www.jamesleva.com

 

Die rassige Fiddle-Musik des Multi-Instrumentalisten James Leva besticht vom ersten Moment an. Es ist die Musik aus den Appalachen, Gälische Musik, die die irischen Wurzeln der Country Musik deutlich macht.

Eine tolle CD für Fiddler, Puristen und solche, die es werden wollen.

 

James Leva ist übrigens gegenwärtig auf Europa-Tournee. Daten:

 

’April 8 - Feuerthalen, Switzerland, www.dolder2.org

April 9 - Rattlesnake Saloon, Munich, Germany

Seine neueste CD ist folgende:

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JAMES LEVA
'til I know


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MICHAEL SHANE BORDEN
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Ein schöner Name, eine schöne CD, Top-Musiker. Typische "alternative" Texas-Musik. Viel Western-Swing, aber elegant und stimmig vorgetragen. Bestechend vor allem die Pedal-Steel und die Fiddle.


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CREEPING TIME
Cheap American Lager
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler), Web-Site: www.creepingtime.com

Bluegrass aus Seattle? Akustisch? Hmmm....

Aber diese Band ist wirklich gegen alle Zweifel erhaben. Sie kann Spannung erzeugen, bringt die wohl dem Alter entsprechende Energie und Leidenschaft ins Spiel ein, überzeugt. Erstaunlich, wie jung die Musiker sind. Und noch erstaunlicher, wie gut. Musik für Bluegrass-Fans.


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RANDY REYNOLDS
Midwestern Hayride
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Hier kämpft einer erfolgreich gegen die Windmühlen Nashville's. Und ich denke, Randy Reynolds aus Indiana steht mittlerweile nicht mehr alleine da. Seine Musik ist innovativ, mal spanisch angehaucht, mal schräg, mal typische, traditionelle Country Musik. Aber immer anders als der Sound, der aus Nashville kommt. Americana, die's verdient hat, gehört zu werden. Spärliche Gitarrenbegleitung, die den Beat mitten im Stück wechselt, Gesang, der an Johnny Dowd erinnert (na ja, so schlecht nun mal nicht gerade). Gut.


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THE SKEETERS
Easy For The Takin'
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler), Web-Site: www.theskeeters.com

Die Skeeters sind eine Rockabilly/Honky Tonk/Hillbilly Band ganz nach meinem Herzen. Die Jungs aus Alabama sind gerade mit der Paul Thorn Band auf Tournee gewesen. Nun legen sie ihre zweite CD vor. Tradition ist angesagt, denn "Honky Tonk Keep Honky Tonkin'". DEN Schlagzeuger möchte ich sehen. Einsame Spitze. Und die Harmonien sitzen.


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BIG IN IOWA
Greezil Pete!
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Die Stimme des Lead-Sängers erinnert mich ein bisschen an Confederate Railroad und John Anderson. Aber diese Jungs kommen aus Hamilton, Ohio. Sie listen als Einflüsse die Rolling Stones, Buck Owens, aber auch Hank Williams Jr., Muddy Waters und ZZ Top auf. Etwas laut, etwas satt, das Ganze. Aber dennoch sympathisch.


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SLAP SALLY COMBO

Darkest Days

Erhältlich bei: www.slapsmedia.com (Sampler)

 

Eine wunderschöne Produktion. Anscheinend kommt die Band aus Finnland – Infos gibt's keine. Die Stimme des Sängers ist mir allerdings ein wenig zu schnulzig. Die Lady spielt einen schönen Bass, die Songs sind abwechslungsreich ausgewählt, mal schnell, mal langsam. Was ich auch vermisse, sind die Harmonien. Zwischen Rockabilly und Hillbilly. Die Stimme, würde ich sagen, passt super zum Titel, "Darkest Days".


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WE ALWAYS HAVE PARIS

Skating Away

Label: RockIt 2005 (Shift Music Media & GmbH), Web-Site: www.michaelckent.com

 

Für einmal eine CD für sehr tolerante Menschen. Ich weiss nicht, wieso Michael seinen Song "Who's Walking Out" einen Cowboy Song nannte. Von der Musik her gehört er in die Disco-Kategorie. Da gefällt mir "Sad Song" eher. Den könnte Elton John auch bringen. "Skating Away" könnte noch am ehesten als Country durchgehen. Bis der Refrain beginnt. Aber Musik lässt sich halt nicht schubladisieren. Muss sie das? Ich hab' nur gemerkt, dass ich die falsche Person für diese Kritik bin. Hört rein.


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WILSON GIL & THE WILLFUL SINNERS

Erhältlich bei: www.wilsongil.com (Web-Site)

 

Inzwischen hab' ich sicherlich zig 100 Web-Sites besucht. Als Ästhet war für mich vor allem das Aussehen wichtig, zweitrangig war die Funktionalität. Bei Wilson Gil's Web-Site gilt beides. Wahnsinn. Und es ist auch von Anfang an klar, worum es sich hier handelt: Um Südstaaten-Rock, Blues und eine feine, aber gelungene Prise Country. Und mit Südstaaten-Rock ist das so 'ne Sache. Es gibt meiner Meinung nach wenig guten. Zu wenig. Aber für Qualität steht Wilson Gil unbedingt. Die Harmonien sind sparsam, dafür die Gitarren laut, aber nie zerstörerisch. Songs wie "Must Love" grenzen an Hard Rock, dann folgen wieder Country-Nummern wie "Wasn't That You" oder "Drink", das am Ende allerdings in Rock ausartet. Ich denke, Lynyrd Skynyrd Fans können sich an dieser CD ergötzen. Anspieltipp: "Bad Reputation" (da geht die Post ab). Gelungen – genau wie die Web-Site.


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SCOOTER JENNINGS

Electric Rodeo

Shooter Jennings / CD / 2006

Erhältlich bei: www.justforkicks.de, Sampler bei: www.cmt.com

 

Auch Scooter Jennings tendiert zunehmend zum Südstaaten-Rock. Was erstaunt, hat er sich doch – laut Waylon – vor ein paar Jahren weit mehr für den Computer als die Musik interessiert. Nichtsdestotrotz liegt nun sein zweites, nicht minder ausgezeichnetes Album vor. "Electric Rodeo" ist laut, wuchtig, lärmig – ganz Südstaaten-Rock. Die Folgenummer, "Gone to Carolina" zeigt sich zwar durch den Chor sanfter, aber immer noch im Südstaaten-Rock-Stil. "Some Rowdy Women" kehrt zum Vater zurück. Hier ist Waylon zu Hause. Nur die Stimme unterscheidet sich im Wesentlichen von der Legende, aber die Gitarre, der Gesangsstil, ist ganz nach dem Outlaw. Eine erfreuliche Mundharmonika erklingt bei diesem Titel. "The Song Is Slipping Away" , eine wunderschöne Ballade, beweist die Vielseitigkeit, das Können dieses jungen Musikers. Bei "Hair of The Dog" lässt Waylon wiederum grüssen. Und "Little White Lies" ist eine Mischung zwischen dem Vater und dem Südstaaten-Rock des Sohnes.  "Alligator Chomp" kann nicht zuordnen. Ein unruhiges, komisches Stück. Mir fremd. Südstaaten-Rock. Dunkel, düster, unheimlich. Scooter hat sich wohl mit Voodoo befasst. Bei "Manifesto No. 2" überrascht Scooter erneut. Diesmal mit einem Polka. Meisterhaft, die Fiddle. Echt Klasse. Bei "Aviator" kommt Scooter's Stimme voll zum Zuge. Ein wunderschönes Liebeslied. "Bad Magick" ist eine langsame, getragene Südstaaten-Rock Nummer. Wirkt für mich zumindest etwas langweilig.

Mit "Living Proof" hätte Scooter einen starken Abgang gehabt. Aber bei diesem ausgezeichneten, ansonsten Klasse Honky Tonk ist seine Stimme nicht stark genug. Was einfach nicht sein KANN, denn bei "Aviator" bewies er das Gegenteil. Verzwickte Sache.

 

Als Musiker besitzt Scooter Jennings meine vollste Bewunderung. Als Mensch stelle ich ihn allerdings in Frage. Waylon war sympathischer. Viel.


 

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ROGER WALLACE

The Lowdown

Erhältlich bei: www.txmusicgroup.com

 

Schön zu entdecken, dass auch Roger Wallace nicht untätig gewesen ist. Für mich ein ernstzunehmender Konkurrent von Dale Watson. Roger ist zumindest weniger auf Western Swing fixiert. Bei Lonestar Records gibt Roger damit sein Debüt. Leider konnte ich auf die Sampler nicht zugreifen, doch wir besitzen bereits 2 CD's von Roger und ich kann auch seine Neue deshalb mit gutem Gewissen weiter empfehlen. Wer Honky Tonk mag, von einer tiefen, angenehmen Stimme vorgetragen, ist bei Roger Wallace richtig. Und: Tony Price macht bei "Blow Wind Blow" mit.


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(various)
The Best Of New Mexico Western: Big Surprises From Behind The Chile Curtain!!

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (alle Songs als Sampler abrufbar)

 

2 ½ Jahre waren nötig, bis diese CD fertig gestellt war. Dafür bieten verschiedene Künstler, u.a. die Sons of Rio Grande, die Rockin W Ranglers, Lucky Bill, Pete Laumbach, etc. 48 Songs vom Besten, was New Mexico zu bieten hat – und das ist anscheinend viel.  Ein ausgezeichnetes Werk, absolut empfehlenswert.

Mal Tex-Mex, mal Western Swing, mal Folk. That's where the West begins for me....


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the Rabble Rousers string band
Rat Race

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler), Web-Site: www.rabblerousersstringband.com

 

Als Einflüsse der Rabble Rouser String Band werden u.a. Gilian Welch und John Hartford genannt. Ich hörte zuerst in "Fremont Blues" 'rein. Dieses Stück ist unbedingt von Cajun beeinflusst, ein wunderschöner, langsamer Waltz. Bei String Bands, so scheint es mir zumindest, geht's immer eine Weile, bis der Gesang einsetzt, oft sind die Stücke gar blosse Instrumentals, etwa die Eröffnungsnummer, "The Good Life". Auch wenn ich momentan nicht zur String Musik tendieren würde, hätte mich die Rabble Rousers String Band aus Ithaca, New York begeistert. Nicht nur, weil sie viele Fiddle Melodien des 20. Jahrhunderts aufspielen, sondern auch Original-Kompositionen einfliessen lassen, die dem Ganzen einen traditionellen Stil verpassen. Die Band besteht aus 11 Tracks, wovon 7 von den Bandmitgliedern Darin Trass (Fiddle, Banjo, Gesang) und Jason Zorn (Gitarre und Gesang) geschrieben wurden. Zur Band gehört noch Steve Selin (Clawhammer Banjo und Bret LeBleu (Bass und Gesang).


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Peavine Creek String Band
Beneath the Harvest Moon

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Auch die Peavine Creek String Band aus Atlanta sind eine lüpfige String-Band. Sie treten meist an Square Dance-Festivals im Lande auf. Gute Musik, vor allem die Fiddle. Eignet sich – wen wundert's – besonders gut für Square Dancers.


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THE HILLBILLY GYPSIES

One Foot in the Gravy

Erhältlich bei: www.hillbillygypsies.com (Sampler)

 

Schade, dass man solche Spitzenbands wie die Hillbilly Gypsies nur durch Zufall entdeckt. Die 4 Jungs plus Mädel aus Morgantown, WV., offerieren hier 20 ausgezeichnete Bluegrass-Stücke, wie sie besser nicht sein könnten. Die Bandmitglieder bestehen aus: Trae Buckner (Lead- & Harmoniegesang, Gitarre, Clawhammer Banjo & Mundharmonika), Dave Asti (Banjo, Gitarre), Ty Jaquay (Fiddle & Harmoniegesang), Jason Teal (Lead- & Harmonie-Gesang, Bass, Suppenpfanne, Clawhammer Banjo) wie Jamie Lynn Buckner (Lead- & Harmoniegesang). Alles also Multi-Instrumentalisten, die dem Mädel am Gesang mit ihrer starken Stimme in nichts nachstehen. Hört Euch die Stücke an! Ob sie langsam ('West Virginia My Home') oder schnell ('Crow Black Chicken') sind – sie werden Euch begeistern.


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BIG SMITH

Gig

Erhältlich bei: www.mayapplerecords.com (Sampler)

 

Machen wir doch gleich weiter mit einer Hillbilly Band, die der obigen in nichts nachsteht. Nur dass die hier, Big Smith, aus den Ozarks (den Jagdgründen der Dillards) kommt. Die hier vorliegende, vierte CD ist ein Live-Werk. Das Publikum ist übrigens genauso bewundernswert wie die Gruppe.....da geht die Party ab!!! Anspieltipp: "Why You Been Gone So Long". 2 Discs, die erste mit 13, die zweite mit 9 Stücken....was will man mehr? Mark, Jody, Jay und Rik scheinen auf jeden Fall ihren Spass zu haben. Und: Hier ist eine Hillbilly-Band mit Klavier!!!!


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THE HILL STRING BAND

Let's Get Away

Erhältlich bei: www.thetexasmusicstore.com

 

Wie's der Link besagt, handelt es sich bei der Hill String Band um Hillbilly Musik aus Texas. Und mehr noch: Um einen ausgezeichneten Fiddler. Keine Ahnung, weshalb das Cover so düster gewählt ist....die Stücke der CD's sind's nicht. DEN Mundharmonika-Spieler möchte ich 'mal Live sehen, echt. Die Harmonien sind sehr gut, die Musiker wechseln sich am Gesang ab.....schön, dass sie den "Lonesome Road Blues" von Woody Guthrie adoptierten. Überraschend die Version von "Summertime" (George Gershwin), die allerdings diejenige von Wayne "The Train" Hancock niemals schlagen kann...auch mit einer Top-Mandoline. (Darüber hätte sich Big Mon gefreut!).


 Una Mas Cerveza CD cover

 

BILLY BACON & HIS FORBIDDEN PIGS
Erhältlich bei: www.forbiddenpigs.com (Sampler)

 

Billy Bacon ist ein Original. Wir haben ihn nur zu früh entdeckt, nämlich anlässlich seiner ersten CD und da gab's noch viel zu bemängeln. Inzwischen hat sich der junge Mann aber gemausert – und mit ihm seine Band. Rockabilly, Western-Swing, Texas Sound.....Aber immer mit einem Augenzwinkern.


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THE BELIEVERS

Erhältlich bei: www.cdbaby.com, Web-Site: www.thebelieversusa.com

 

Na, wonach klingt dieser Name? Nach Gospel, nicht wahr? Falsch!!! Die Believers klingen ein wenig nach Steve Earle (der Gesang), doch sie zitieren auch Billy Joe Shaver. Die Band führt uns auf jeden Fall wieder mit Riesenschritten in die Gegenwart zurück (wenigstens bei Get Started)....und lässt uns einen wehmütigen Blick auf die Vergangenheit werfen....(im 'Highway Song'). Spitzenmässig, vor allem die Instrumentierung. Schöne Musik.


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J. BEVERLEY & THE WAYWARD DRIFTERS

Dark Bar & A Jukebox

Erhältlich bei: www.helltrainrecords.com (noch nicht im Handel, sollte aber ab Mitte April 2006 veröffentlicht werden)

 

Ein Rebell. Vor allem beim Stück "Dark Bar & A Jukebox" (inhaltlich wie Larry Cordle's 'Murder On Music Row'). Der Junge besitzt zwar nicht die beste Stimme aller Traditionalisten, aber er hat einen guten Geschmack und macht Country Musik "Old-Time Style", durch das Banjo noch verstärkt. Gegenwärtig befindet sich J. Beverley auf Tour, um sein "Dark Bar & A Jukebox"-Album zu vermarkten.


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THE BLUERUNNERS

Honey Solides

Erhältlich bei: www.bluerunners.com

 

Auch hier wieder eine ausgezeichnete Band. Mal Cajun (hier war mir das Schlagzeug ein wenig zu laut), dann Hillbilly, dann einen Hauch Blues....aber immer Meisterklasse, selbst der Voodoo-Song, der schon beinahe in Hardrock geht.....Eine äusserst interessante 5-köpfige Band.


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LIL'BIT & THE CUSTOMATICS

Whiskey Nights

Erhältlich bei: www.mytexasmusic.com

 

Eine wunderschöne Rockabilly-Scheibe mit der Gitarre im Chet Atkins Stil und dem starken Gesang von "Lil' Brit". Wie der Name besagt, geht's bei den Lyriken meist um gebrochene Herzen.......(Anspieltipp: "Been Gone So Long"). Ein toller Bass – und das Mädchen hat ’ eine ausgezeichnete Stimme. Die Band aus San Antonio nennt ihren Stil "Honky-Tonk-A-Billy".


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THE GRASSY KNOLL BOYS

Buckeyed Rabbit

Erhältlich bei: www.genuinerecordingsaustintexas.com

 

Rechtzeitig zu Ostern befassen sich die Grassy Knoll Boys mit Kaninchen. Eine Bluegrass-Klasse für sich. Spitzenmässiger Gesang, musikalisch ebenfalls Top.....Die Harmonien im traditionellen Bluegrass-Stil. Mit Dobro.....


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I SEE HAWKS IN L.A.

California Country

Erhältlich bei: www.iseehawks.com

 

Diese Band wird als Nachfolger der Flying Burrito Brothers gefeiert. Meiner Meinung nach sind sie besser. Schon alleine der Gesang...dem Jungen und den Harmonien könnte man stundenlang zuhören. Elektrisch zwar, aber schön. Echt.


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JAMES INTVELD

Somewhere Down The Road

Erhältlich bei: www.jamesintveld.com

 

James Intveld's erste CD ist kaum zu schlagen – nicht mal von ihm selber. Aber er hat sich mittlerweile sehr verändert. Leider. So entwickelte er sich denn vom puren Rockabilly zum Filmregisseur (er hat gerade einen Western mit David Carradine abgedreht), der anscheinend neben dem ursprünglichen Beruf auch gleich seinen ehemaligen Musikstil an den Nagel hängte. Aber ich war schon froh, als ich sah, dass er sein Robinson-Image auf die Insel zurückschickte und jetzt wieder zivilisiert aussieht (welcome, back home, James). Auch auf dieser CD kann der Junge aber leider Gottes nicht umhin, Real Country Songs wie "All The Way From Memphis" oder "What About You" vorzutragen. Doch solange darauf ein Stück wie "Living Without You" folgt, das an seine alten Songs erinnert, sei ihm nochmals alles vergeben. Der Typ ist live übrigens grosse Klasse.


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KICKIN' GRASS

Erhältlich bei: www.kickingrass.com

 

Die Band ist sehr jung. Sie besteht aus 4 Jungs und einem Mädchen. Starke Instrumentation, ziemlich sanft, das Ganze. Egal ob Fiddle, Mandoline, Banjo oder Gitarre – alle Instrumente brillieren – zusammen mit den Harmonien. Traditioneller Bluegrass. Diese CD enthält insgesamt 13 Stücke.


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LOST BAYOU RAMBLERS

Erhältlich bei: www.lostbayouramblers.com (Sampler)

 

Unglaublich, was das Akkkordeon & die Fiddle hier leisten. Cajun im altmodischen Stil, nach der alten Schule. Wenn Ihr die Füsse hier still halten könnt, müsst ihr schon ziemlich kaltblütig sein. Ein von Kritikern höchst gelobtes Album.


 

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HEATHER RAE & THE MOON SHINE BOYS

Just A Shot O'Shine

Erhältlich bei: www.heatherraeandthemoonshineboys.net

 

"I don't wanna think, I wanna drink".....

Die Lady mit der starken Stimme und ihre Jungs bringen Rockabilly und Hillbilly par Excellence. Mal schnell, mal langsam. Das Stück "Death Valley" erklärt die düstere Web-Site. Erschreckend, die Nummer. Aber: Eine sehr gute Band.


 

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THE RAILBENDERS

Southbound

Erhältlich bei: www.railbenders.com (Samplers, auf den Radio klicken, auf Jukebox und nochmals auf den Radio).

 

Es musste wohl einfach sein, dass der dämliche PC abstürzte und ich die CD-Liste nochmals durchgehen musste. Bei den Railbenders klappte nämlich die Übertragung nicht. Weil mir aber ihre Web-Site sehr gefällt, versuchte ich's nochmals. Es hat sich gelohnt. Wow!!!! DAS ist Country Musik, Nashville-Stars!!!!!

"Someone take this bottle" wird mich noch lange verfolgen, so eingängig – und so eindeutig – ist das Stück. Aber auch alle anderen Songs sind vielseitig und echt stark geworden. Traditionelle, wenn auch elektrische Country-Musik mit ausgezeichneter Steel-Gitarre, zurückhaltenden, aber guten Harmonien und einem eben solchen Schlagzeug. Ab und zu durchzogen von einer Telecaster, die im Südstaaten-Rock-Stil aufspielt. Ein weiteres Highlight ist die 'Bull Fiddle'. Hut ab, Denver! Ach ja: Die Jungs treten mit David Allen Coe auf und kennen alle Whiskey-Marken....


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RED HOT POKER DOTS

"Jetlagged Jittery"

Erhältlich bei: www.redhotpokerdots.com

 

Die Red Hot Poker Dots aus Australien habe ich – kurz bevor mein Flugzeug am nächsten Morgen abflog – im Continental Club von Austin, TX., geniessen dürfen. Leider nur kurz, sonst hätte ich den Flug verpasst.

Existiert eine weibliche Bassistin in der Band, versteckt sie sich meist hinter dem riesigen Instrument. Ganz anders dieses punkartige Mädchen. Die hat's nicht nötig. Wie Ray Campi steht sie auf'm Bass, springt runter, tanzt auf dem Instrument und unterhält die Menge mit ihren einmaligen Einlagen. Rockabilly pur – von spezieller Güte aus dem Land der Känguruhs.


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THE WEARY BOYS

Jumpin' Jolie

Erhältlich bei: www.thewearyboys.com (Samplers unter "Bootleggs")

 

Und schliesslich noch zu den Weary Boys aus Austin, TX. Auch sie sind nicht untätig geblieben. Erneut liegt ein ausgezeichnetes Album vor. 13 Songs – die meisten hat Mario Mattioli, der Sänger, wiederum selbst komponiert.