CD NEWS März 2010  12.3.2010


The Holmes Brothers
Feed My Soul
Erhältlich bei: www.alligator.com
Web-Seite: www.theholmesbrothers.com

Meiner Meinung nach ist das Alligator Label immer für spezielle Musik eingestanden. Für Country Blues, Funk, Soul und – nun ja – hohe Qualität. So hat mich denn der Sampler der Holmes Brothers, „Edge Of The Ledge“ nicht überrascht, aber erfreut. Pledging My Love“, „auf dem Tonträger mit von der Partie, würde mich am Meisten interessieren. Nur dass keine weiteren Samplers abzurufen sind. Egal. Die Holmes Brothers machen eine gelungene Mischung aus Soul, Blues und Gospel. Auch eine Prise Country Musik ist mit dabei. Übrigens ist Willie Nelson schon mit ihnen aufgetreten. Und auf ihrer Web-Seite kann denn auch ein Video mit dem Outlaw genossen werden.



Pete Seeger
Live in ‚65
Erhältlich bei: www.appleseedmusic.com (Sampler)

Der grosse Pete Seeger mit seinem Clawfinger-Banjo stellt hier traditionelle Songs wie „Oh Susanna“ oder „Old Joe Clark“ mittels einer 2-CD Box vor. Das darf man sich nicht entgehen lassen – vor allem nicht, wenn die Nummern live vorgetragen werden. Ein liebevoll gestaltetes Werk das von einem überaus engagierten, grossen Musiker zeugt.



Sawing Teh Seeds – the 10th Anniversary
Erhältlich bei: www.appleseedmusic.com (Sampler)

Und wenn wir schon bei den Juwelen der Hippie-Bewegung sind, stelle ich hier gleich noch einmal einen Tonträger vor. Mit dabei sind Musiker wie Donovan, Tom Paxton, Joan Baez, selbstverständlich die Seegers und Tom Pacheco. Aber auch Bruce Springsteen beteiligt sich mit einem erstaunlichen „Ghost of Tom Joad“ am Tonträger. Die Qualität ist so gut, dass man dem einmaligen „Guantanamera“ von Joan Baez und Jackson Browne ewig zuhören könnte. Ach, waren DAS noch Zeiten!!!!!!


Mance Lipscomb
The Best Of
Erhältlich bei: www.chulasfronteras.com (Sampler)

Ich mag Mance Lipscomb’s Country-Blues Stil. Ganz einfach, weil er so einfach ist, dass sogar ich ein „Sugar Babe“ einigermassen hinkriege. Das heisst aber bitteschön nicht, dass Mance’s Musik anspruchslos ist. Ganz im Gegenteil. Sein treibender Rhythmus, gepaart mit dem trägen, beinahe faulen Gesang, macht sich ausgezeichnet. Einfache Musik für besinnliche Stunden.


 
Cajun Honky Tonk
Various Artists
Erhältlich bei: www.chulasfronteras.com (Sampler)

Der grosse Nathan Abshire („Chere Te Mon“), Lawrence Walker („Mamou Two-Step“), The Texas Melody Boys („Ain’t No More“) oder Harry Choates („Jolie Blonde Is Gone“) ebenso wie Floyd Leblanc („Orphan Waltz“) stehen für z. Teil wehmütige, z. Teil temperamentvollen Cajun Honky Tonk. Und selbst wenn die Aufnahmen nicht immer von hoher Qualität sind, vermögen sie es doch, einen guten Überblick aus dem Schaffen der Cajun-Fiddler und Cajun-Akkordeonisten zu geben, die Vorreiter dieser hinreissenden Musik waren.



Chulas Fronteras & Del Mero Corazon
Various Artists
Erhältlich bei: www.chulasfronteras.com (Sampler)

2 klassische Filme auf einer DVD. Das ist es, was hier geboten wird. Zum einen Chulas Fronteras mit: Lydia Mendoza, Flaco Jiménez, Narciso Martínez, Los Alegres de Teran, Rumel Fuentes, Don Santiago Jiménez, Los Pinqüinos Del Norte, Ramiro Cavazos (Canción Mixteca), etc. Del Mero Corazón glänzt dagegen mit: Little Joe & La Familia, Leo Garza, Chavela Ortiz, Andres Berlanga, Ricardo Mejia, Conjunto Tamaulipas plus Chavela y Brown Express etc. Ein komplexer Streifen, der einen tiefen Einblick in die Welt der Chicanos gewährt – jene Menschen also, die an der mexikanisch/texanischen Grenze leben. Die ca. 400 Szenen wurden von der Library Of Congress zusammengestellt.


Buddy Miller
The Best of The Hightone Years
Erhältlich bei: www.shoutfactorystore.com

Wer schon einmal die Ehre hatte, Buddy Miller live erleben zu dürfen weiss, was in ihm steckt. Buddy hat auf der Highschool begonnen, Kontrabass zu spielen. Von da an ging’s bergauf. So trat er denn mit Steve Earle, Emmylou Harris Jimmy Dale Gilmore, Salomon Burke und Linda Ronstadt auf. Und wurde kürzlich in Nashville für sein Songwriter-Talent ausgezeichnet. Ein netter Mann mit netten Songs. 18 an der Zahl. Bei vieren wirkt seine Frau, Judy Miller, mit.



The New Lost City Ramblers
50 Years: Where Do You Come From? Where Do You Go?
Erhältlich bei: www.folkways.si.edu (Sampler)

The New Lost City Ramblers – das waren Mike Seeger, . Sie standen für die Mountain Music der 50er, 60er Jahre. Und für die Folks-Bewegung. Diese drei brachten die Old-Time-String Musik zusammen mit anfänglicher Bluegrass-Musik damals in die Städte.



The Jon Lindberg Trio
Erhältlich bei: www.ginza.se
Web-Seite: www.myspace.com/johnlindbergtrioofficial

Das Jon Lindberg Trio aus Schweden zeichnet sich durch den nordischen Band eigenen satten Kontrabass-Sound aus. Als Haupteinflüsse listen die Jungs Elvis & The Stray Cats auf. Bekannt ist die Gruppe auch für Cover-Versionen bekannter Pop-Songs. Ihr Rockabilly ist eher modern, manchmal grenzt er an Pop, manchmal an Psychobilly.
Auf ihrer neuesten Scheibe mit dabei sind Titel wie „Slow Down“, „Truck Diving Man“ und „Worried Mind“.




Rockin‘ Bonnie
Cocktail Jubilee
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Rose Maddox, Patsy Cline oder auch Marti Brom sind sicher nicht mit Rockin‘ Bonnie aus Mailand zu vergleichen. Doch die Hillbilly-Mischung ihrer CD, bestehend aus Western-Swing, Boogie Woogie und Honky Tonk, unterstrichen von Barrelhouse-Piano, rassiger Gitarre und zurückhaltendem Schlagzeug, sind nicht ohne. Ein Highlight für mich macht die Rockabilly-Nummer „I Start Messin‘ Around“.



Terry Rea
Let’s Go Back
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Ein Mann und seine Klampfe = Einfache, gradlinige Country Musik. Terry Rea gibt sich als Geschichtenerzähler. Selbst Don Gibson’s „Blue Blue Day“ fällt bei ihm wie ein Folkstück aus. Aber das tut dem zauberhaften Titel keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Auch „Girl From Yesterday“ von den Eagles kriegt dank Terry’s einfacher Behandlung einen simplen Touch. Interessant ist auch Ricky Nelson’s „Hello Mary Lou“ – das ich allerdings von Ricky besser mag. Mit „Oh Lonesome Me“ outet sich Terry eindeutig als Don Gibson Fan – ist es doch schon das zweite Stück dieses Interpreten auf seinem Tonträger. Nun – Don hat’s verdient. Selbst vor dem sentimentalen „Teen Angel“ schreckt Terry Rea nicht zurück. Ist von der Lyrik her aussergewöhnlich – zwar mehr als schwermütig, schon beinahe depressiv, aber von grossem Inhalt. Mit „You’re The One“, einem typischen Hillbilly, schliesst Terry Rea seine CD ab. Alles in allem ist Terry Rea für die Songauswahl schon mal zu bewundern. Die ist absolut gelungen. Ebenso mutig und traditionell. Ebenso verdeutlicht Terry Rea einmal mehr, dass es halt kein grosses Orchester (wenn möglich noch mit Bläsern) braucht, um gut zu klingen.


David Grindstaff
Here & Now
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Nun widmen wir uns wieder der traditionellen Bluegrass-Musik. Und dieser Junge, der auf dem Cover so selbstbewusst wirkt, hat auch Mut genug, traurige Stücke wie „Memories Of An Angel“ anzustimmen. Manchmal klingt David allerdings auch progressiv, dann wie einer dieser unausstehlichen Country Superstars. Trotzdem ist seine Stimme lupenrein, was er selten genug mit Stücken wie das vorerwähnte oder „The Man In The Middle“ beweist. Ein Tonträger, der mich nicht ganz überzeugen kann. Ich schätze zwar die instrumentale Begleitung sowie David’s Stimme, doch die vielen verschiedenen Stile, die der Junge hier einzubringen versucht, verwirren mich.



Red Idle Rejects
Where the Lonely Reside
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Web-Seite: www.myspace.com/redidleband

Der Kleine in der Mitte auf dem CD Cover wird wohl der Sänger sein. Ein rebellischer, eckiger, grossartiger Sänger mit einem unmissverständlichen Stil. Dieser besteht aus durchwegs tanzbaren Songs („
Mean Dry County“), komischen, düsteren Stücken („Ruthie“) mit einer unwiderstehlichen Melodie und stets ehrlichen Lyriken, die auf einen Typen hinweisen, der genau weiss, was er will. Und es sich von niemandem ausreden oder nehmen lässt. Ein Zeichen seines grossartigen Songwriter-Talentes macht denn auch Where the Lonely Reside“ – deutlicher könnte sich der Mann nicht zusammenfassen.

Welch ein Talent! Welch ein Diamant! Und die Band – die sich zwar zurückhält, aber dennoch aus Gitarre, Schlagzeug und Keyboard besteht, ist auch nicht zu verachten. Die Band besteht übrigens aus Steve Bowling an der akustischen Gitarre und dem Lead Gesang, Heavin' Steven Ferguson an der Leadgitarre und dem Gesang, Orvil Fields am Bass, Mick Waldrip am Schlagzeug und Gesang, Mark Walriven an der akustischen Gitarre und dem Leadgesang, sowie Eric Wise an den Keyboards und dem Leadgesang.



Mason Porter
Thunder On The Valley

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Zuerst las ich ja, das sich hier alles um Mandoline, Kontrabass und Gitarre dreht. Deshalb war ich etwas überrascht, als mir die Harmonien in die Ohren drangen. Bei der Eröffnungsnummer „Hard Luck and Trouble“ wirkt sogar, sofern ich das Ausmachen kann, ein Cello mit – oder aber der Kontrabass wird für einmal nicht gezupft. Da mag man mitsingen, mitschwingen. Das Stück birgt sehr viele Emotionen in sich. Und der Chor fliesst geschickt ein, ohne jene unausstehliche Schwere zu besitzen, die Chöre nun mal eben so mit sich bringen. Auch bei „Up In The Hills“ setzt Mason auf Harmonien. Was umso komischer ist, als der Junge eher die Stimme eines Rocksängers besitzt. „I Belong“ ist ein rassiges Bluegrass-Stück. Ich selber bevorzuge „Radio“, den nachfolgenden Titel. Der ist echt gelungen. Die letzte Nummer, „Delta Queen“ hätte John Hartford geradezu geliebt. Davon bin ich überzeugt. Der Junge ist mehr als talentiert. Er verdient viel, viel Aufmerksamkeit. Und die muss er sich nicht, wie viele andere, erst erarbeiten.


Mario Matteoli
Golden State
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Mario Matteoli kam, wie die restlichen Bandmitglieder der Weary Boys, aus Kalifornien nach Austin, Texas. Über jene überragende Gruppe habe ich mich schon an diversen Stellen ausgelassen. Wahrscheinlich auch über Mario, den Leadsänger des schrägen Ensembles. Komischerweise hat auch Mario die Stilrichtung, genau wie ein weiteres ehemaliges Weary Boys Mitglied, nämlich Darren Hoff, wesentlich verändert.

Ich kann nicht sagen, dass er sich verschlechtert hat. Das wäre gelogen. Mario ist auf der eigenen CD vielseitiger geworden. So zeigt er denn z.B., dass er durchwegs auch mit weiblichen Sängerinnen im Duett glänzen kann („Got You Baby“). Und seine Stimme hat noch immer den gewohnten Wiedererkennungs-Wert. Trotzdem: Der von mir so hoch geschätzte, einmalige Sound der Weary Boys ist wohl Vergangenheit. Dank Mario, wohlverstanden. Was ich überhaupt nicht mag, ist diese halbelektrische, in Beat-Manier geschlagene Gitarre. Sie wird zwar gekonnt eingesetzt, lässt die Weary Boys jedoch am Horizont verschwinden. Er ist sanfter geworden, der Mario. Was wohl seiner vor Kurzem abgehaltenen Hochzeit zuzuschreiben ist. Und wieso lässt er nicht mehr Stücke wie „Best Friend“ einfliessen? Der Song macht Spass. Erinnert an Sonne, Strand, Palmen. Das nachfolgende Stück, „To Call My Own“, gefällt mir dank der Mundharmonika und der für einmal akustischen Gitarre. „You Follow Yours“ ist ein weiteres Mundharmonika-Stück.
Ines' Lullaby“ zeigt den schrägen Mario noch einmal in ganzer Grösse.

Fazit: Mario Matteoli bestätigt mir wieder einmal, dass man besser mit gebrochenem oder einsamem Herzen singt, denn mit einem verliebten.



Mario Matteoli
Hard Luck Hittin'
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Mario Matteoli wurde in Eureka, Kalifornien, geboren und wuchs auch dort auf. Mit 14 Jahren begann er, Gitarre zu spielen und hörte sich Hank Williams, Bob Dylan und Clarence White an. Anschliessend trat er mit diversen Bluegrass und Rock’n’Roll Bands in der lokalen Universität auf. Eines Tages packte Matteoli mit seinen Kumpeln Brian Salvi und Darren Hoff seine 5 Koffer und zog nach Austin, TX. Hier formierten die drei The Weary Boys.

Diese CD stammt aus dem Jahr 2006 und erinnert deshalb wohl weit mehr an die Weary Boys als Mario’s neuer Tonträger. Sprich: Diese CD ist besser.

CD News März 2010 1-3-2010


Dave Monson
Days Gone By
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

‚Als die Filme laufen lernten‘ ging mir durch den Kopf, während ich der CD lauschte. Wer, wie ich, vom Barrelhouse Piano der alten Western-Filme fasziniert ist, sollte hier unbedingt reinhören. Die Musik klingt  zwar, wie in den Filmen auch, äusserst einfach, manchmal langweilt sie auch und der „Tennessee Waltz“ ist schwer zu erkennen, doch….die ausgewählten Stücke passen zum Namen der CD. Mühe habe ich da, wo neben dem Barrelhouse eine Fiddle erklingt. Diese Kombination ist mir fremd. Dafür gefällt mir das Boogie-Woogie Stück „Black BEar Boogie“ ausnehmend gut und das nachfolgende „Day Break in Dixie“ würde jedem Buster Keaton-Streifen Ehre machen.


Pancho Ballard and the Banditos
Five Songs For Oscar
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Pancho Ballard and The Banditos singt, als wäre er eine männliche Melissa Etheridge. Komischerweise passt der Tex Mex Sound der Band ausgezeichnet dazu. Nicht zu unterschätzen sind die Perkussion-Instrumente.
The Cut-Throat of Old Mexico“ gefällt mir nicht und beim „The Painter“, dem Schlussstück, wage ich ebenfalls ein paar Fragezeichen zu machen….Da der Tonträger nur 5 Stücke bietet, fällt es schwer, ein Fazit zu ziehen. Am Besten lässt man sich von der hoffentlich bald folgenden vorständigen CD überraschen.


Brad Shoemaker
Post-script
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Ich denke, Brad Shoemaker schon an anderer Stelle gelobt zu haben. Und hier beweist er einmal mehr, wie gut er ist. Im Tonträger wühlt er sich sprichwörtlich durch Beat, Southern Rock, Pop, Folk, Funk und einer nur zu seltenen Prise Songwritertum hindurch. Am Besten gefällt mir
Fantasy Farmacy Life“, ein Song von einem Rebellen an ebensolche. Hier zeigt sich Brad’s Vorliebe für Ironie nur zu deutlich. Der Song macht Spass und hat Americana-Chart-Potential.

 

Old Time Hymns
Various

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15 Instrumentalnummern mit Mandoline und anderen Old-Time Instrumenten. Sehr zart, aber wunderschön vorgetragen ist die CD für besinnliche Stunden wie geschaffen.

Craig Duncan
Bluegrass Beatles
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Von den Beatles halte ich nichts. Aber die hier instrumental aufgezeichneten Beatles-Songs im Bluegrass-Stil sind ziemlich amüsant geworden. Ohne ein Fan zu sein, versuche ich, die Nummern anzuhören und den Titel auszumachen. Da die Melodien nicht sehr verändert wurden, gelingt selbst mir das mehr oder weniger gut.
Die Arbeit ist eine Meisterleistung.


Blue Suede Bluegrass
Various
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Hier kann ich schon eher mitreden, handelt es sich doch um Elvis-Nummern im Bluegrass Stil. Und selbst, wenn ich jetzt sämtliche Elvis-Fans verärgere: Seine Stücke, instrumentale Bluegrass-Musik, ist Klasse.


Pistol Pete & Popgun Paul

Fine Red Wine
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Diese zwei hier sind ziemlich schräg. Ihre Einflüsse diverser Art. So kann ich denn Bluegrass, die Louvins, Swing, Gospel und Pop ausmachen.
Jesus Loves the Little Faeries“, „Never Be Straight“ oder „What If God Was a Homo“ scheinen Titel zu sein, die nicht nur für eine bestimmte Ausrichtung stehen, sondern auch für Aufrufe an eine Menschheit ohne Vorurteile zu sein. Tatsächlich warnen die beiden Jungs aus Louisiana und werben dafür, sich selbst zu bleiben und nicht nur das Leben, sondern auch andere zu lieben.
Der Tonträger, Pete & Paul’s erster, erschien übrigens bereits 1998. Er enthält lediglich den Gesang der beiden, Pete’s Gitarre und Paul’s Keyboard.


Sean Maloney
Trip To The Sea
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Einfache, aber durchwegs bestechende Country-Musik. Dabei scheint sich Sean Maloney immer ein wenig um die Melodie herum zu drücken. Will sagen, seine Stimme trifft nicht immer die richtigen Töne. Aber das macht den Reiz von Sean Maloney wohl aus.
Man hört ihm gerne zu, denn der Mann weiss sich auszudrücken. Er ist ein sehr guter Songwriter und ein guter Gitarrist.


Derrick Hampton
Dirty Sexy Country
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Nicht ohne Misstrauen ging ich an diese CD ‚ran. Machos und Sex Protze sind mit Vorsicht zu behandeln. Meist stimmen ihre Aussagen nicht, sie Prahlen ohne Ende und denken, ihr Umfeld sei dumm genug, ihre Angeberei für bare Münze zu nehmen.

Derrick Hampton kann ich aber eine gewisse erotische Ausstrahlung, einen gewissen Reiz, nicht absprechen. Vor allem Songs wie „Living Proof“ sind vielversprechend. Auf jeden Fall ist der Musiker Derrick Hampton nicht ohne. Selbst dann, wenn er auf elektrische Instrumente zurückgreift, weiss er um Harmonien, intensiven Gesang und Temperament. Kurz: Um das, was die klassische Country Musik einst ausmachte. Auf der Suche nach dem Gesicht Derrick’s stiess ich auf eine kurze Notiz, die besagte, dass er schon jahrelang komponiere und sich auf . Country, Gospel, klassischen Rock wie auf Balladen der 80er Jahre konzentriert. Leider alle Infos, die ich fand.


Big Smith

Roots, Shoots, & Wings
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Big Smith hat sich bei der neuen CD selber übertroffen. Diese Band aus Missouri ist einfach unglaublich. Geschickt vereint sie klassische Country- mit Bluegrass-/Hillbilly-Musik und bringt damit so viel Spass, dass man sich nach Anhören der Sampler glücklich fühlt. Ja. Es gibt sie noch, die gute, alte Country Musik. Sie lebt. Dank Bands wie Big Smith, die alles geben, um sie am Leben zu erhalten. Und im Falle von Big Smith ist dieses ‚alles‘ unglaublich viel. Eine 6+ nicht nur für den leidenschaftlichen Gesang bei „Sunday“, sondern auch für den unglaublichen Fiddle-Western-Swing von
Texas Can Wait“.


The Whiskey Rebellion

Lay It Down
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Auf schräge Töne, einer Mischung aus Old Time, Bluegrass, Folk, Jazz und traditioneller Musik versteht sich Whiskey Rebellion bestens. Wobei die Band sogar so weit geht, manchmal eindeutig neben der Melodie zu bleiben. Dadurch entsteht eine gelungene Mischung aus völlig unberechenbarer Musik, die bei jedem Ton immer wieder auf’s Neue überrascht.


The Tweedlers
Fun Folks, Fun Music!
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The Tweedlers haben mit ihrer CD eine ausgezeichnete Liebeserklärung an einfache, gradlinige Musik geschaffen. Zwar besteht der Tonträger aus traditionellen, wohlbekannten Stücken, doch die Band handelt die Stücke auf eigene Art und Weise ab. Vorwiegend handelt es sich um rassige Titel, z.B. „Creekle Creek“, „Foggy Mountain Top“ oder „Salty Dog“. Oftmals sind sie keltisch angehaucht. „The Rising House Of New Orleans“, das zwar nicht tadellos gesungen wird, dessen ungeachtet aber die gewohnte Trägheit besitzt, kann die Aussagekraft jedenfalls nicht abgesprochen werden. Alles in allem sind die Tweedlers eine hochkarätige akustische Band mit Vorliebe für Appalachian Folk Music.


Rae Spoon and Rodeny Decroo
The Trucker's Memorial
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Selbst im Duett schräg zu klingen, scheint ein Anliegen von Rae Spoon & Rodeny Decroo zu sein. Damit haben sie echt keine Schwierigkeiten. Doch sie schaffen noch mehr. „In The Pines“, so oft gehört wie „Rocky Top“ oder „On Top Of Old Smokey“ verliert in der Version von Rae & Rodeny den Wiedererkennungswert. Trotzdem ist die Einsamkeit deutlich zu spüren – eigentlich durch den queren Gesang Rodeny’s noch viel mehr. Beinahe eine Wiederaufstehung gibt’s hier tatsächlich zu feiern. Aber nicht diejenige von Fernfahrern. Viel mehr jene des akustischen Steve Earle.


Tom House
Jesus doesn’t live here anymore
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Tom House singt mit seiner rauen, eindrucksvollen Stimme für die ärmsten der Armen. Manchmal klingt er wie ein Indianer, manchmal wie John Prine, dann wieder, von Dulcimer begleitet, wie ein Hillbilly. Eine schöne Folk-CD.


Tom House
The Neighborhood Is Changing
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Erneut sagt alleine der Titel von Tom House alles über seinen Tonträger aus. Gekonnt fasst der Junge sämtliche Themen, die der Alltag so für uns bereit hält, in ausgezeichneten Titeln zusammen.
Dabei macht er weder vor diversen Instrumenten, die in unseren Ohren ungewöhnlich klingen mögen, noch vor ausgefallenen, wechselnden Takten oder schrägen Melodien halt. Eine mutige CD für jene, die glauben, schon alles im CD-Regal stehen zu haben.


Tom House
'Til You've Seen Mine
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Diesmal startet Tom House rassig. Und mit Chor, Dulcimer, Banjo und akustischer Gitarre weiss er sich bestens auszudrücken. Tom House, so CD Baby, gehört zu Nashville’s gefeierten Untergrund-Musikern. Soll es noch lange so bleiben.



Curt Alsobrook
More Banjo
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Dieser Junge klingt, wie er aussieht: Wie ein Könner. Mit seinem Clawhammer-Banjo tönt er so ursprünglich wie all jene, die das Instrument in Szene gesetzt haben. Einfach grossartig beweist er sich als Unterhalter der Superklasse.


Little Black Train
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Die Band stellt gleich von Anfang an klar, dass es bei ihr um den Spass geht. Den sie mittels 3-fachem Gesang, viel Tempo und ebenso viel keltischen Einflüssen zu feiern gedenkt. So bereitet der Tonträger von Little Black Train von Anfang bis Schluss blosse Freude. Wobei das meisterhafte Spiel der Jungs nicht vergessen werden darf.